Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Messdatenerfassung mit PDA
Kramny
09.01.2007, 18:08:41
Hallo zusammen,
ich bin neu hier im Forum und habe gleich eine kinfflige Frage.
Ich möchte nämlich für ein studentisches Projekt ein mobiles Messdatenerfassungssystem auf BAsis eines PDAs aufbauen, das die Signale von drei Beschleunigungssensoren mit ca. 800Hz abtastet. Von National Instruments gibt es zwar LabView für PDA aber das scheidet aus Kostengründen aus, da für LabView + PDA-Modul ca. 2000€ anfallen. Und außerdem mir eine C++ bzw. C#-Programmierung lieber ist.
Der PDA wird ein Loox-Gerät 560 sein, das nur eine SDIO-Schnittstelle besitzt. Daher scheidet auch eine CF-Karte aus.
Daher hatte ich folgenden Gedanken: USB-DAQ
Am Markt gibt es ja inzwischen eine Reihe von USB-Messkarten (wie z.B. http://www.systeminformatik.com/mf16.htm) Das Problem ist nur, dass ich bisher keine einzige gefunden habe, die einen passenden Treiber für Windows Mobile mitliefert. Daher wende ich mich an euch, ob ihr etwas in dieser Richtung kennt bzw. andere Lösungsansätze habt?
Vielen Dank schon mal im voraus
Kramny
smoser1966
12.01.2007, 20:17:17
Der Thread interessiert mich auch!
Hab einige "Nebenbeschäftigungen" für meinen Artemis im Hinterkopf.
Würde Dir auch Bluetooth reichen? Da hab ich nach kurzem Googeln was gefunden: http://www.appliedpda.com/Products.html
Für Bluetooth und noch eher für WLAN sollte es sicher auch Messysteme geben. Das würde auch für Autobastler etc. ganz neue Perspektiven eröffnen!
Ansonsten google mal mit Suchworten wie "data acquisition ppc usb".
Mit etwas Geduld solles Du da was finden.
Was mir Kopfzerbrechen macht sind die 800 Hz (x 3?).
Das ist nicht wirklich langsam.
Gruss, Stefan
Kramny
16.01.2007, 17:54:40
Hi Stefan,
ich sehe in den 800Hz * 3 eher das geringere Problem. In der Messtechnik gibt es ja meist noch wesentlich höhere Abtastraten (
USB-Messkarten machen in der Regel auch schon bis 100kSample/s
). Die Datenmenge sollte sich auch in Grenzen halten. Bei einer Auflösung von 12 - 14 Bit des AD-Wandlers spendiere ich ein 16-Bit Integer Datenwort. Das macht dann netto 3 * 800[1/s] * 16 Bit 38400Bit/s (bei theoretischen 60 MByte/s per USB 2.0).
Eine Funk-Lösung ist für mich eher uninteressant, da ich auf eine sichere Verbindung angewiesen bin (also nicht nur im Wohnzimmer sondenr auch in EMV-Verseuchten umgebungen).
Inzwischen bin ich aber fündig geworden:
http://www.labjack.com/labjack_u3.php?prodId=25
bzw.
http://www.labjack.com/labjack_ue9.php?prodId=26
Eine Anfrage beim Hertsteller ergab, dass sie die DAQ-Module bereits erfolgreich unter "Windows Mobile 3.0" betrieben haben. Nach eigenen Angaben, wollen sie aber in den nächsten Tagen auch einen PDA mit "Windows Mobile 5.0" besorgen um dies zu testen.
Da ich meinen PDA noch nicht vor mir liegen habe, würde es mich brennend interessieren, ob der Treiber uach unter Win. Moile 5.0 läuft.
Gruß
Kramny
smoser1966
17.01.2007, 01:49:57
Hallo Kramny
Unser Lehrling hat ein etwas grösseres Labjack USB Modul im Labor rumliegen Ich glaube es ist das U12.
Das könnte ich problemlos testen. Es gibt nur ein Problem: Der Treiber verlangt ausdrücklich einen " USB host port"! Ich bin ziemlich sicher, dass mein HTC P3300 Artemis keinen USB-Host hat (Weiss das jemand? Ich hab meine Bedienungsanleitung verlegt und im Internet steht nicht allzuviel!).
Ohne dieses "USB-Host" wird vermutlich kein USB-Modul an Deinem PDA laufen!
Auch mein alter iPaq 5550 hat das leider nicht.
Zur Messrate: Du musst ja nicht nur so schnell übertragen können, sondern die Daten auch noch verarbeiten! PDAs sind nicht grad Hochleistungsrechner. Hoffe, dass die Geschwindigkeit tatsächlich reicht!
Zu Bluetooth und WLAN DAQ Modulen:
Hab heute stundenlang gegoogelt. Irgendwie scheint es da nichts gescheites zu geben. Falls jemand ein günstiges Analog-Input Modul findet, welches via BT oder WLAN am PPC funktioniert wäre ich dankbar. Ich hätte da gleich mehrere Anwendungen!
Gruss, Stefan
Nachtrag:
Hab das grad beim UE9 Modul (link oben) gefunden:
Wireless Data Acquisition
Combining the UE9 with a standard 802.11 wireless Ethernet bridge or access point ($50-$200 from any computer retailer) provides inexpensive wireless data acquisition. Applications include high-speed continuous wireless data acquisition, long distance remote sensing and control, or PDA based data acquisition.
Kramny
17.01.2007, 15:07:43
Hi Stefan,
ein USB-Host ist natürlich zwingend erforderlich. Laut Datenblatt bringt der Loox N560 einen mit. Der hat auch eine 612MHz CPU.
Die Datenrate, da habe ich dich wohl falsch verstanden, ist natülich nicht das Problem. Aber die dahinter laufende Signalverarbeitung dürfte wohl eine Herausforderung werden. Vor allem, da dahinter 3 rekursive digitale Filter laufen werden. Ich kenne die Filterordnung noch nicht - aber 50.000 Multiplikationen/Sekunde sind wohl nicht unrealistisch - das ist rel. viel.
Der Loox hat jedoch eine Intel-CPU, die auch einen eigenen Befehlssatz speziell für Multimedia-Anwendungen hat, die einen MAC(http://de.wikipedia.org/wiki/Multiply-Accumulate) beinhaltet. Evtl. muss man da wirklich auf Maschinen-Ebene, sprich Assembler, runter, was ich nicht hoffe.
Weiterhin hat das LabJAck einen 4MB Puffer. Das heißt, dass man nicht unbedingt in echtzeit filtern muss. Da passen bequem 10 Minuten Messdaten rein. Ich denke, dass man damit gut leben kann, wenn eine Messung zw. 30 und 60 Minuten dauert. (Man kann ja den Puffer auch immer wieder auslesen und im RAM des PDAs zwischenspeichern)
Kennst du denn keinen mit einem PDA, der einen USB-Host besitzt? Dann könntest du das LabJAck mal testen.
Ein anderes Thema, ist noch die Akkukapazität. Sensorik und LabJack nehmen ca. 150mA Strom auf. Ich habe absolut keine Erfahrung, wieviel der PDA selbst, vor allem da dieser viel zu tun hat, benötigt. Aber 1 Stunde sollte das Ding schon arbeiten. Zur Not kann man ja auch mit einem ext. Akkupack arbeiten.
Das mit der WLAN-Lösung beim LabJack habe ich noch gar nicht gesehen. Das wäre ja eine Alternative, sollten alle Stricke reißen. Habe ich das richtig verstanden, dass das UE9 serienmäßig WLAN-Unterstützung mitbringt?
Ich sehe schon, das wird insgesamt eine spannende Angelegenheit.
Gruß
Kramny
Kramny
23.01.2007, 19:30:43
Hall Stefen,
bist Du noch an der Sache interessiert? Ich habe heute die Info von LabJack bekommen, dass die Treiber prinzipiell unter Windows Mobile laufen. Allerdings haben nur die Ethernet-Schnittstelle verwenden können, da sie noch keinen CF-USB-Host-Adapter haben. Also sollte Dein Artemis einen CF-Slot haben, kannst Du auch so einen Adapter verwenden. Eine weitere Info, die ich bekommen habe ist, dass es auch Messkarten gibt, die über RS232 kommunizieren. Da braucht man dann wohl keinen speziellen Treiber mehr dafür. Allerdings habe ich auch keinen Link zu solch einem Gerät.
Gruß
Kramny
smoser1966
23.01.2007, 19:57:10
Hall Stefen,
bist Du noch an der Sache interessiert? Ich habe heute die Info von LabJack bekommen, dass die Treiber prinzipiell unter Windows Mobile laufen. Allerdings haben nur die Ethernet-Schnittstelle verwenden können, da sie noch keinen CF-USB-Host-Adapter haben. Also sollte Dein Artemis einen CF-Slot haben, kannst Du auch so einen Adapter verwenden. Eine weitere Info, die ich bekommen habe ist, dass es auch Messkarten gibt, die über RS232 kommunizieren. Da braucht man dann wohl keinen speziellen Treiber mehr dafür. Allerdings habe ich auch keinen Link zu solch einem Gerät.
Gruß
Kramny
Hallo Kramny
Leider hat weder mein Artemis, noch mein iPAQ einen CF-Slot.
Der iPAQ hätte einen RS-232 Anschluss (glaub ich). Aber das ist eine relativ langsame Schnittstelle...und ziemlich vom aussterben bedroht.
Für mich ists im Moment kein Problem. Wenn ich eine "richtige" Anwendung habe, kann ich es notfalls mit der UE9 realisieren. Für Heim-Bastelleien ist die UE9 aber ein bisschen teuer.
Ich suche generell kabellose Messmodule. Am liebsten Wireless oder Blueooth.
Muss aber nicht sofort sein...
Gruss, Stefan
Kramny
24.01.2007, 12:27:04
"RS-232 Anschluss (glaub ich). Aber das ist eine relativ langsame Schnittstelle...und ziemlich vom aussterben bedroht."
Langsam ja, aber 1115.200 Baud dürften für den ein oder anderen Zweck vollkommen ausreichen.
Aber vom austerben bedroht???
Im Heim PC, ok, da hast du recht. Aber in der Industrie gibt es RS232 und deren Abwandlungen wie z.B. RS485 nach wie vor - und das nicht zu selten. Einen Grund dafür kann ich Dir auch nicht nennen - ich weiß halt nur, dass es so ist.
Klar, das UE9 ist für HEim-Basteleien doch etwas teuer. Ist wie mit Kanonan auf Spatzen schießen. Aber ich habe heute vom LabJack-Support erfahren, dass jetzt der Treiber definitiv mit Windows Mobile 5.0 funktioniert.
Anderes Thema: Kennt Du, oder irgendjemand anderes auch vernünftige Literatur bzw. Foren zur PDA-Programmierung und .NET Compact Framework?
Gruß
Kramny
supra
24.01.2007, 18:04:18
Ich klinke mich hier einfach mal mit ein, ich suche schon länger eine vernünftige Sorftware für den PDA um Sensorparameter wie Volt, Hertz, Bar usw. graphfisch ansprechend im KFZ anzuzeigen, mit dem LAbjack sollte das ja gehen, zumindest Hardwaremässig, leider habe ich noch keine vernünftige Anzeige/Loggingsoftware für den PDA gefunden, mitgeliefert wird ja nur eine Software für PC Windows, diese Version würde mir aj auch schon für den PDA reichen...hat vielleicht jemand einen Tip wo es so eine Software gibt die mit dem Labjack kommuniziert?
Alternativ suche ich jemand der so etwas programmieren kann...
Thomas
Kramny
25.01.2007, 14:15:10
Hallo Thomas,
ich vermute fast, dass Du das alles selber machen bzw. machen lassen musst. LabView würde mir spontan einfallen. Aber hier ist wohl der Spruch "mit Kanonen auf Spatzen" völlig untertrbieben. LabView mit PDA-Modul - da bist Du sehr schnell im 4-stelligen €-Bereich, was aber für den professionellen Einsatz durchaus normal ist. Für die Heimbasteleien, muss man wohl oder übel noch alles selbst machen.
Du kannst aber auch mal hier schauen:
http://www.adpi.com/CF2%20brochure.pdf
Ich weiß nicht ob Dir das genügt, wenn du ja ganz konkrete Signale erfassen willst und diese auch noch auf einer frei konfigurierbaren Oberfläche anzeigen willst.
Eine andere Frage ist, wie Du die "Hertz" und "Bar" messen möchtest. Vor allem wird das doch ein elendiger Verkabelungsaufwand. Frequenzmessung ist eh nicht ganz trivial (außer bei Rechtecksignalen). Beim Druck fällt mir gerade mal der Reifendruck ein, den man im Auto messen kann. Gut, dafür gibt es mit Sicherheit geeignete Sensoren. Aber wie bekommst du das ans LabJack? Da würde eher eine Bluetooth-Lösung Sinn machen.
Gruß
Kramny
smoser1966
25.01.2007, 22:01:51
Ja, LabView könnte alles.
Aber ich habe mehrere Lizenzen in der Bude und finde es zum Erbrechen!
Zuerst habe ich es gekauft, nach der vorherigen der Anfrage, ob ein gewisses RS-232 Modul damit angesteuert werden kann. "Selbstverständlich" war die Antwort des freundlichen Verkäufers.
Als es dann aber keine Treiber für das Modul gab, war die einzige Antwort der teueren Hotline, dass sie seit Jahren keine RS-232 Treiber mehr haben!?!
Also musst ich alle Geräte-Treiber selbst schreiben! Ein Aufwand von mehreren Tagen...und einen Chef, der nörgelte, warum ich so lange brauche!
Zur Belohnung für die Anfrage hat mir dann NSI meine Bude-Adresse regelmässig vollgespamt.
Später wollte ich dann das vollendete Programm Standalone auf anderen PCs laufen lassen: Geht nur in der Vollwersion. In der Basic-Version ist der "Application-Builder" nicht enthalten.
Was der Kostet? Ca 1000 Euro. Aber natürlich bekommst Du den nur, wenn Du zuerst einen Update für Dein Labview kaufst....
Zum Programm selbst
Die Entwicklungsoberfläche ist relativ einfach. Wie ein LEGO-Baukasten.
Der Ungeübte kann da ein paar Symbole rumschieben und hat gleich einen Schaltkreis mit ein paar niedlichen Anzeigen und Schaltern auf dem Bildschirm.
Für einen geübteren Programierer wie mich ist die Oberfläche aber extrem ein-engend: Für alles, was ich tun will fehlt dauernd der passende "LEGO"-Baustein. Und die vorhandenen Bausteine sind extrem unflexibel!
Lösungen, die selbst in Visual Basic in kürzester Zeit realiert wäre, brauchen da viel extra Aufwand...
Fazit:
Aus mir unerklärlichen Gründen ist LW sowas wie ein Standard in der Industrie. Aber egal was Du tust: Du musst erst man VIEL Geld in die Hand nehmen, bevor Du es mit LW realisieren kannst.
Aus meiner Sicht eignet es sich für einen provisorischen Laboraufbau. Aber für Programme mit "Produktionstauglichen" Benutzeroberflächen würde ich es nicht empfehlen.
Sensoren zum Messen von Frequenz, Temperatur und Druck:
Genau solche (kabellose) Sensoren, am liebsten mit Bluetooth oder WLAN suche ich auch!
Zum einen für private Spielereien im Auto, zum anderen auch für industrielle Anwendungen (z.B. Messungen an rotierenden Teilen in Prozesskammern...).
Zur RS-232 und RS 485 Schnittstelle
Ja, bei uns sind fast an jeder Maschine Geräte dran, die über diese Schnittstellen betrieben werden.
Die meisten dieser Geräte sind aber schon einige Jahre alt. Moderne Geräte haben in der Regel andere Schnittstellen...und Busse.
Gruss, Stefan
Kramny
26.01.2007, 12:26:30
Danke, für Deinen Praxisbericht zu LabView.
Du bestätigst genau das, was ich immer vermutet habe. Ich habe einmal einen LabView-Kurs besucht, und für mich als kalssischen C-Programmierer, war das ein Graus. Wenn ich für ne einfach Addition schon wieder ein Symbol auf die schaltfläche ziehen muss, ist das für mich nichts.
Die Produkt-Politik, die NI betreibt, kommt mir auch etwas merkwürdig, um nicht unseriös zu sagen, vor.
Die Schalter, Anzeigen, Grpahen, die LabView mitbringen sehen alle einfach nach LabView aus. Für das Labor, da gebe ich Dir recht, ist es wohl geeignet.
Gruß
Kramny
gerfriedc
29.03.2007, 11:02:20
Moan,
Also es ist zum verzeifelnm weder Azeotech noch Labjack haben Logging Software, Meilhaus die die Geräte verkaufen wissen von nix.... :down:
Hat wer von euch sich das angetan und Software auf Basis der Labjack Angaben für Windows Mobile geschrieben?
Wenn ja was würde das kosten? :rolleyes:
danke
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