PDA

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Farron
12.04.2007, 23:14:08
Gemunkelt wird ja schon viel ...

Mehr und mehr Hersteller ziehen sich aus dem PDA-Geschäft zurück. Die einstige "Killer"funktion der PDA, nämlich die Navigation auf den Straßen Deutschlands und Europas, haben mittlerweile die PNA´s übernommen.

Organizer und sonstige Fertigkeiten beherrschen die Handys mehr oder minder ausgezeichnet. Funktionen wie Bluetooth oder Wlan gehen auch immer mehr Richtung Handy.

Welche Hersteller von PDA´s gibt es überhaupt noch ? M.W. gilt hier HP als (fast) letzter Verfechter ... sein rx4240 (als Mobile Media Companion) angekündigt und vermarket halte ich für völlig falsch. :(

Im Gegenteil, ein kleiner Alleskönner mit hervorragendem Display und äußerst vielseitig verwendbar ... nur als "Media Companion" kaum zu gebrauchen. :mad:

Hier gibt es viele und wesentlich besser geeignete Geräte. ;)

Vielleicht zu waghalsig es vorauszusagen aber ... der 4240 wird der letzte seiner Kategorie sein, jedenfalls aber mein letzter PDA.

Wer und warum sieht die Entwicklung anders ?

holg_
13.04.2007, 08:33:35
Heisst bei Dir PDA = kein Handy integriert? Wenn ja: Warum? Zu den Zeiten der ersten PDAs war es nunmal so, dass dort kaum Platz für GSM Hardware war. Heutzutage ist das kein Problem und so wird verbaut, was geht. Schau Dir den T-Mobile Ameo an, dessen Telefonfunktionalität wurde soweit beschnitten, dass man ohne Headset / Freisprecher nicht telefonieren kann - das heisst also: man spricht nicht von einem Handy, sondern von einem Organizer.
Meiner Meinung nach macht es einfach keinen Sinn bei einem PDA die Handy Hardware rauszulassen, weil dies die einzige Möglichkeit für eine ausreichende mobile Connectivity zu sorgen. FuSi hats erkannt, HP hat welche im Programm, Toshiba hat einen angekündigt und mit i-Mate und eten hat man schon ein Gegenpol zu HTC, der die Entwicklung weitertreiben wird. Ich denke bei den genannten Herstellern sind auch Produkte zu finden, die den klassischen PDA Nutzer zufrieden stellen.

siaccarino
13.04.2007, 08:59:56
Will hier auch mal orakeln:

Ich denke, reine PDAs wird es noch eine ganze Weile geben. In Krankenhäusern, in der Gastronomie und in Museen finden diese Geräte immer mehr Verbreitung. Überall dort machen PDAs mit Phone Funktionen keinen Sinn - es geht um vernetzte Ein- oder Ausgabegeräte.
Meistens habe ich da Dell Axims gesehen, aber da Dell ja nun aussteigt, ist es interessant zu sehen, wer in die Bresche springt.

Für den privaten und den Business Sektor sehe ich wahrlich keine Existenz-Berechtigung für PDAs ohne Phone mehr.

Und die PNA Hype wird IMHO auch abflauen.
Immer mehr PNAs übernehmen klassische PDA Funktionen, irgendwann wird diese Gerätekategorie in die PDA Welt einfließen - die einzige Existenzberechtigung für PNAs ist deren einfache Bedienung, doch mit dem Erscheinen des iPhones werden für alle PDAs und PDA Phones in dieser Hinsicht neue Standards gesetzt, sodaß sie irgendwann genau so einfach wie PNAs zu bedienen sind.

Palminator
13.04.2007, 10:07:44
Ich finde das es auch mit Handyfunktion ein PDA ist. Irgendwie ist die Definition schon mehr Haarspalterei, wie ich finde.
Für mich sollte ein PDA möglichst viele Funktionen integriert haben.

BTW: Ist ein PDA mit eingebautem GPS nun ein PDA oder ein Navigationsgerät? ;) :D

Mort
13.04.2007, 11:56:46
Für den privaten und den Business Sektor sehe ich wahrlich keine Existenz-Berechtigung für PDAs ohne Phone mehr.
Im Business-Sektor seh ich da schon noch eine Existenzberechtigung. Ein normales Handy passt locker in die Hemd- oder Hosentasche ohne für 'ne gigantische Beule zu sorgen (und Optik ist in manchen Bereichen ja auch nicht unwichtig...), während der PDA auch als platzsparender Notebook/Notizblock-Ersatz in der Aktentasche bleiben kann.


Und die PNA Hype wird IMHO auch abflauen.
Das denke ich auch, aber nicht mal unbedingt wegen des wachsenden Leistungsumfangs - ich denke, die wenigsten Hersteller werden sich die Mühe machen, viel mehr als Mediaplayer und evtl. ein paar Spielchen zu integrieren. Mehr bringt im Auto ja auch recht wenig.
Aber ich denke mal, die Kunden werden bald einsehen, dass es wenig bringt, jedes Jahr ein weiteres Gerät wegzuwerfen und neu zu kaufen (Updates? Wozu, wenn man ein neues Gerät verkaufen kann?) und die Preisdifferenz dürfte auch langsam aber sicher sinken (wieder ein Grund für PDAs ohne GSM aber mit GPS...). Und den Herstellern dürfte es vermutlich auch irgendwann zu blöd werden, auch noch das System anpassen zu müssen und das Navi selbst auf weiteren Platformen testen zu müssen.
Ich mir auch vorstellen, dass sich die PNA-Anbieter auf eine gemeinsame PDA-Plattform einigen, so dass für die wenigstens die problematischen Geräteunterschiede wegfallen. Also ein ganz normales WM5-Gerät im Querformat (oder gar mit Lagesensor) und GPS-Empfänger, aber mit fest vergebenen Gerätetasten (zumindest Anzahl und Standardbelegung), einheitlicher Helligkeitsregelung, etc. (Kommt ja letztendlich eh schon fast alles von HTC...)

Orion
13.04.2007, 12:46:09
Hi,
es wird in Richtung GSmart t600 von GigaByte gehen, großes Display und TV-Funktionen; sobald ein PDA "Phone-Funktionen" hat, ist eine Hardwaretastatur unverzichtbar zum Simsen, und dann wird es ein Klotz oder hat ein Mini-Display und benötigt auch keinen Touchscreen.

Gruß
Günther

Sakura
13.04.2007, 16:36:46
Die GigaByte PDA-Phones sind für mich vom Styelfaktor her die einzigen, die was her machen. Ich will nicht mit einem PDA telefonieren und wenn, dann nur dann, wenn es sich nicht um einen riesen Klotz am Ohr handelt. Bis jetzt hab ich nicht wirklich ein Gerät gefunden, außer den Gigabyte Phones, die mir vom Formfaktor gefallen würden. Die gibts aber nicht in Europa... Auch mag ich keine Phone-PDAs mit Mäusetastatur. Und mit Ausziehtastatur wirds dann wieder schwer und klobig. Die HTC Geräte finde ich schaun immer gleich (schlecht) aus, auch die, die neu angekündigt sind.
Ich bin also schon jemand, der die Kombi PDA + Handy nutzt. Zumeist sind PDAs mit Phonefunktion auch immer noch sehr teuer. Warum also nicht einen gescheiten PDA produzieren, der dann auch aufgrund fehlender Phonefunktionalität billiger sein kann?

tw
13.04.2007, 17:03:42
Die GigaByte PDA-Phones sind für mich vom Styelfaktor her die einzigen, die was her machen. Ich will nicht mit einem PDA telefonieren und wenn, dann nur dann, wenn es sich nicht um einen riesen Klotz am Ohr handelt. Bis jetzt hab ich nicht wirklich ein Gerät gefunden, außer den Gigabyte Phones, die mir vom Formfaktor gefallen würden. Die gibts aber nicht in Europa... Auch mag ich keine Phone-PDAs mit Mäusetastatur. Und mit Ausziehtastatur wirds dann wieder schwer und klobig. Die HTC Geräte finde ich schaun immer gleich (schlecht) aus, auch die, die neu angekündigt sind.
Ich bin also schon jemand, der die Kombi PDA + Handy nutzt. Zumeist sind PDAs mit Phonefunktion auch immer noch sehr teuer. Warum also nicht einen gescheiten PDA produzieren, der dann auch aufgrund fehlender Phonefunktionalität billiger sein kann?
Weil sich das offenbar wirtschaftlich nicht mehr lohnt. Heute bekommt man ja auch einen PPC Phone Edition (also ein Smartphone Professionel nach der neuen Benamsung von MS) zu dem Preis, oder billiger, was man früher für einen guten PPC ohne Mobilfunk bezahlt hat. Diese sind aber heute nur noch zu niedrigeren Preisen verkaufbar. Das wäre für die Hersteller nur interessant, wenn sie von den billigen Geräten sehr sehr grosse Stückzahlen absetzen können. Was aber der Kunde nicht mehr annimmt.

Auch von Geräten der Handheld-Klasse, wie dem Ameo, die nach Stückzahlen eher gering sind, wird heute vom Kunden ein Mobilfunkteil erwartet.

Deswegen stellt ja Dell die normalen PPCs ein, Toshiba hat schon (und bringt statdessen welche mit Mobilfunkteil) usw.. FSC wird bestimmt bald nachfolgen. Ebenso HP.

Waggl Daggl
13.04.2007, 22:08:11
Wann wird der "letzte" PDA erscheinen ?


...um nur auf den Titel anzuspielen: Der letzte PDA ist bereits erschienen. Der Pda ist tot!

Der aktuelle Phone-Hype wird lang genug anhalten, zumindest für die nächsten 5 Jahre. Hoffentlich fällt den Jungs dann noch was ein, wozu man unbedingt ein Pda (mit Phone oder weiss der Teufel was) noch brauchen können.

Ist vielleicht auch nur eine Frage, ob die Branche wieder in einer Nische zurückfällt, oder die Massen zu begeistern sind....

Denke mal, einige Softwarehäuser müssten sich die Gedanken ernsthafter machen als wir.

Gruss
Horst

katritz
14.04.2007, 10:05:04
Vielleicht sollten wir uns auch irgendwann von der begrifflichen Kategorisierung in Handy, PDA, Smartphone und was weiss ich nicht noch alles, verabschieden.
Denn ist ein PocketPC mit Telefon nun ein Smartphone, weil es mehr Organizer ist als Handy, oder ein Handy mit nem ordentlichen Organizer. Oder ein Navi mit WLAN+BT+Organizer dann ein Navi mit was dazu oder ein PocketPC mit Navi?

In nächster Zukunft werden die Geräte in ihren Funktionen eh verschmelzen, der eine wird das, der andere das andere mehr haben oder mehr können. Und ein Handy oder PDA an seinen Funktechniken festzumachen oder an der vorhandenen oder nicht-vorhandenen Navigatiosnsoftware ist dann eher Haarspalterei.

Fritz

holg_
14.04.2007, 10:15:14
finde ich auch ...

habt ihr schon einmal daran gedacht, dass UMPCs vielleicht die Nische der klassischen PDA Benutzer bedienen können? Dort wo Datenbanken Mobil zur Verfügung stehen müssen, wie Museen, Krankenhäuser, KFZ-Sachverständige usw. ist der Einsatz denkbar, da faktisch kein Konvertierungsaufwand von Desktop- zu Mobilsoft besteht.

katritz
14.04.2007, 10:44:25
... da faktisch kein Konvertierungsaufwand von Desktop- zu Mobilsoft besteht.
Eine Entwicklung dieser Art erwarte ich auch. Einerseits werden immer mehr Abläufe über das Internet als webbasiert abgewickelt, andererseits wird es irgendwann kaum noch eine Rolle spielen, über welches Endgerät man die Daten abruft. Sie laufen entweder grundsätzlich auf allen Geräten ohne nennenswerte Komforteinbußen oder werden entsprechend heruntergerechnet, wie das z.B. Opera Mini heute schon macht.

Interessant wird das wohl erstmals mit dem Safari-Browser auf dem iPhone, der ja nur eine mobile variante des PC-Browsers sein soll bzw. mit diesem sogar identisch, nur flexibel an die jeweilige Darstellungsoberfläche angepasst.

holg_
14.04.2007, 11:16:38
das ist natürlich auch ein trend ... aber ehrlich gesagt denke ich, dass webtechnologie dort bleiben sollte wo es hingehört. ins web.
ich dachte eher an rich client software, die auf desktop windows läuft. dank umpcs ist dieses ja nun tragbar. eine schnelle desktopanwendung ist durch nichts zu ersetzen. man denke da an reaktionszeiten und komfortfeatures wie inkrementelle suche usw.

tw
14.04.2007, 15:16:34
Interessant wird das wohl erstmals mit dem Safari-Browser auf dem iPhone, der ja nur eine mobile variante des PC-Browsers sein soll bzw. mit diesem sogar identisch, nur flexibel an die jeweilige Darstellungsoberfläche angepasst.
Der Safari-Browser ist aber nicht der, der so was erstmals macht. Es gibt schon seit einigen Jahren für Windows Mobile den Thunderhawk-Browser, der "grosse" Webseiten verkleinert. Nur hat sich das bisher nicht wirklich durchgesetzt - vermutlich weil es keinen Apple-Hype darum herum gab. :)

Ich teste außerdem ja auch schon eine Weile den DeepFish Browser, der auch was ähnliches bietet. Ich bin insgesamt nicht überzeugt, daß man mit solchen Techniken generell auf für mobile Geräte angepasste Webseiten verzichten kann. Ja, es ist schön die Möglichkeit zu haben, auf normale Webseiten zugreifen zu können. Aber als Dauerlösung ist das dauernde rein- und rauszoomen zu anstregend, auch wenn man es noch so toll bedienen kann.

UMPCs werden sicher die Bereiche übernehmen, in denen man früher HPC bzw. andere Handhelds benutzt hat - wenn sich mal irgendwann ihre Akkulaufzeiten dramatisch verbessern. Aber eine beliebige Verkleinerung der Geräte macht keinen Sinn für mich. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, daß sich die normale Windows Vista Oberfläche auf einem 3,5 Zoll Display vernünftig bedienen liesse. Genau das ist aber die Displaygrösse der meisten PPCs ohne Mobilfunk. Von daher werden UMPCs sicherlich nicht generell PDAs verdrängen. Ich kann mir z.B. nicht vorstellen, daß Bedienungen in Restaurants oder Kneipen mit UMPCs Bestellungen aufnimmt. Wäre auch mit Kanonen auf Spatzen schiessen. Das gleiche denke ich von Lagerhaltung und ähnlichen Bereichen. Da werden PDAs sicher bleiben, vor allem die gängigen, "gehärteten" Industriemodelle. Ob die dann auch immer Mobilfunk drin haben oder nicht, ist eine andere Frage.

Dandy
14.04.2007, 15:45:34
Nur hat sich das bisher nicht wirklich durchgesetzt - vermutlich weil es keinen Apple-Hype darum herum gab. :)

Ich könnte mir vorstellen dass den Meisten der Thunderhawk schlichtweg zu teuer ist. Schließlich ist er nur als Abo zu haben und für PPC Verhältnisse dann doch reichlich teuer, jedenfalls was ich mich erinnere. Die Besitzer des Thunderhawk waren aber meistens sehr überzeugt. Scheint aktuell immer noch die Königslösung zu sein ...



Aber als Dauerlösung ist das dauernde rein- und rauszoomen zu anstregend, auch wenn man es noch so toll bedienen kann.

Ich finde die Umrechnung von Opera Mini ganz gut. Statt auf Teufel komm raus die Seiten im originalen Layout darzustellen, werden sie in die Spaltenansicht umgeformt - wie ich finde schon sehr gut. Ich kann jedenfalls alle Seiten bisher gut auch mit Opera Mini bedienen. Dadurch entfällt das Zoomen, trotzdem ist er dank Proxy sehr schnell, stabil und Datensparsam. Ich finde, ein Opera Mobile mit Proxy Unterstützung wie der Opera Mini wäre optimal. Vielleicht kommt das ja noch ...

Heinz-Werner
14.04.2007, 19:34:16
Tach.

Ich habe vor kurzem den HP H 1940 von unserem Schiegersohn "geerbt" und habe mich darum hier angemeldet, damit ich mal "bescheid" weiß und um INFOS zu erlangen.
Für mich ist das Teil ein praktisches Gerät! Ich habe meine ganzen Telefonlisten drinn, kann Exellisten usw. erstellen, Bilder anschauen und viele Dinge machen wozu ein Handy-Display zu klein ist.
Das schönste ist ja, man hat keinen LapTop untern Arm, denn für mich pers. wäre er mir als ständiger Begleiter zu sperrig. Da liebe ich doch jetzt das kleine Teil mit dem Stift :D

Als Navi benutze ich ein TomTom und bin damit sehr zufrieden.

G r u ß
Heinz-Werner

Connectodian
14.04.2007, 23:39:47
Ich denke, der reine PPC mit Windows Mobile Standard (richtig lt. neuer Namensgebung?) wird ein absolutes Nischenprodukt werden - zum einen die Industriegeräte, zum anderen mehr oder weniger Konkurrenzgeräte zu modernen Mediaplayern a la iPod nano (oder auch dem MS-eigenen Produkt Zune) und co. Ansätze zu dieser Entwicklung sind doch bereits erkennbar.

auktionadmin
15.04.2007, 03:57:01
Ja, es ist schön die Möglichkeit zu haben, auf normale Webseiten zugreifen zu können. Aber als Dauerlösung ist das dauernde rein- und rauszoomen zu anstregend, auch wenn man es noch so toll bedienen kann.Man muss das auch so sehen, dass sehr viele nur bei Gelegenheit kurz mobil eine Internetseite abrufen, der mobile Gelegenheitssurfer eben, und dazu muss man wie du schilderst nicht unbedingt ein größeres Display wie 3,5" dabeihaben. Ich bin wohl einer der wenigen hier im Forum, der ein richtiger mobiler Vielsurfer mit dem MDA Pro und UMTS über Opera Mobile zu sein scheint, und bei ~3,5" und ~VGA brauch man dank neuester an die Bildschirmgröße anpassende Browsertechnologie in Opera Mobile 8.65 praktisch kaum mehr das dauernde rein- und rauszoomen. :)

UMPCs werden sicher die Bereiche übernehmen, in denen man früher HPC bzw. andere Handhelds benutzt hat - wenn sich mal irgendwann ihre Akkulaufzeiten dramatisch verbessern. Aber eine beliebige Verkleinerung der Geräte macht keinen Sinn für mich. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, daß sich die normale Windows Vista Oberfläche auf einem 3,5 Zoll Display vernünftig bedienen liesse. Genau das ist aber die Displaygrösse der meisten PPCs ohne Mobilfunk. Von daher werden UMPCs sicherlich nicht generell PDAs verdrängen. Ich kann mir z.B. nicht vorstellen, daß Bedienungen in Restaurants oder Kneipen mit UMPCs Bestellungen aufnimmt. Wäre auch mit Kanonen auf Spatzen schiessen.
Ich denke Windows Vista und Desktop-Nachfolgeversionen mit diesem Gerüst werden vor allem wegen anfangs im Kernel undurchdachter Programmierung nicht wirklich mit Windows CE konkurrieren können und daher als Dauer-Online-Lösungen nicht mit PDA-Phones zu vergleichen sein, weil der Standbyverbrauch viel zu hoch für z.B. Ständige Synchronisation oder Gesprächsbereitschaft ist.
Linux und Mac OS ab Version X (iPhone) ist da vom Kern her wohl um einiges effizenter aufgebaut und hätten mit durchdachter Softwarepolitik sicherlich bessere Chancen den Internet-PDA weiter zu etablieren.

Meiner Meinung nach wird es den reinen PDA ohne Internetanbindung zukünftig nicht mehr geben - der PDA mit nur Bluetooth wird langsam sterben, weil Kommunikationsmodule mit der Massenproduktion immer günstiger werden.
Seit dem WLAN im PDA und vermehrten Hot-Spots werden Funktechnologien mit einfacher Internetanbindung Standard, UMTS und WiMAX könnten dem WLAN in Deutschland nach und nach den Rang ablaufen.
Bis der reine "PDA" mit <10m-Funkschnittstellen stirbt, die Definition ist wirklich Haarspalterei wenn man mit Begriffen wie "Smartphone" und "Handy" ect. umsichwirft, wird sicherlich noch eine Zeit lang vergehen. :)

Ich könnte mir vorstellen dass den Meisten der Thunderhawk schlichtweg zu teuer ist. Schließlich ist er nur als Abo zu haben und für PPC Verhältnisse dann doch reichlich teuer, jedenfalls was ich mich erinnere.
Sehe ich genauso. Ich glaube nicht dass das etwas mit einem Marken-Hype zu tun hat sondern wie du schon sagst einfach eine Geldfrage zu sein scheint.

Mort
15.04.2007, 11:59:30
Man muss das auch so sehen, dass sehr viele nur bei Gelegenheit kurz mobil eine Internetseite abrufen, der mobile Gelegenheitssurfer eben, und dazu muss man wie du schilderst nicht unbedingt ein größeres Display wie 3,5" dabeihaben.
Für unterwegs sind für mobile Geräte optimierte Seiten immer noch das beste, und daran wird sich wohl auch kaum ändern. Selbst mit 3,5"-Display, Opera und VGA sehen normale Webseiten auf so einem kleinen Display eben selten gut aus. Entweder muss man verkleinern oder scrollen - beides unschön. Außerdem ist einem unterwegs die Optik ziemlich egal, man will nur schnell die Informationen finden.


Ich denke Windows Vista und Desktop-Nachfolgeversionen mit diesem Gerüst werden vor allem wegen anfangs im Kernel undurchdachter Programmierung nicht wirklich mit Windows CE konkurrieren können und daher als Dauer-Online-Lösungen nicht mit PDA-Phones zu vergleichen sein, weil der Standbyverbrauch viel zu hoch für z.B. Ständige Synchronisation oder Gesprächsbereitschaft ist.
Nicht nur das. Vor allem ist der Großteil der Programme einfach nicht für so ein kleines Display und Touchscreenbedienung ausgelegt. Langfristig mag es durchaus sein, dass es spezielle UMPC-Versionen gibt (so wie die Handvoll Programme die für TabletPCs optimiert sind), bis auf spezielle Firmenlösungen wird das aber vermutlich erstmal noch 'ne ganze Weile dauern.


Linux und Mac OS ab Version X (iPhone) ist da vom Kern her wohl um einiges effizenter aufgebaut
Würd ich nicht unbedingt drauf wetten. Vista soll im Kern ja einige größere Änderungen haben... Und der Kernel ist ja auch nicht alles - die Hardware und deren Treiber dürfte einiges mehr ausmachen.
Außerdem hätte gerade Linux mit seinen vielen konkurrierenden Oberflächen, Paketmanagern, etc. beim Benutzer erstmal Schwierigkeiten. Der ist doch schon mit "Smartphone Standard" vs. "Smartphone Professional" überfordert - da kann keiner erwarten, bei pocketlinuxland.de ;) erstmal ein Formular mit verwendetem Gerät, verwendeter Distribution, verwendetem Windowmanager, ... auszufüllen. ;)
Und die Hoffnung, dass sich die Hersteller auf eine Lösung einigen, darf man wohl getrost als utopisch ansehen... Außer wenn die nächste PalmOS-Version auf Linux-Basis komplett Open Source wird und ein Wunder geschieht...


Meiner Meinung nach wird es den reinen PDA ohne Internetanbindung zukünftig nicht mehr geben
Doch, denk ich schon. Wenn auch in deutlich geringeren Stückzahlen. Aber für Sonderlösungen wie Navigation oder in Krankenhäusern ist sowas durchaus sinnvoll. Allerdings vermute ich mal stark, dass das dann auch eher Low-End-Produkte sein werden. Für < 100€ bei Pearl und Aldi... ;)


Seit dem WLAN im PDA und vermehrten Hot-Spots
Vermehrte HotSpots? In welchem Land? In Deutschland geht die Anzahl von freien Hotspots doch seit der Mithaftung (oder zumindest dem Risiko von Beschlagnahmungen) durch von Mitbenutzern verursachten Straftaten doch eher zurück, und Bezahl-HotSpots findet man immernoch fast nur in Hotels und Bahnhöfen - und da braucht man schon viel Glück...
Die allermeisten WLAN-Netze werden doch nur fürs Surfen in Wohnzimmer und Garten benutzt.


UMTS und WiMAX könnten dem WLAN in Deutschland nach und nach den Rang ablaufen.
Jo, wenn wir hier irgendwann mal Preise kriegen wie in Österreich...


Bis der reine "PDA" mit <10m-Funkschnittstellen stirbt, die Definition ist wirklich Haarspalterei wenn man mit Begriffen wie "Smartphone" und "Handy" ect. umsichwirft, wird sicherlich noch eine Zeit lang vergehen. :)
Naja, mit einem Smartphone sollte man schon mehr tun können, als nur einfache Daten übertragen. Z.B. Telefonie, MMS und SMS...

tw
15.04.2007, 16:17:52
Für unterwegs sind für mobile Geräte optimierte Seiten immer noch das beste, und daran wird sich wohl auch kaum ändern. Selbst mit 3,5"-Display, Opera und VGA sehen normale Webseiten auf so einem kleinen Display eben selten gut aus. Entweder muss man verkleinern oder scrollen - beides unschön. Außerdem ist einem unterwegs die Optik ziemlich egal, man will nur schnell die Informationen finden.
Ja, das sehe ich genauso. Das ist was ich meinte. Thunderhawk, DeepFish und der iPhone-Safari haben einen hohen "Cool"-Faktor für Demos und Shows. Auch finde ich es, wie gesagt schön, die Möglichkeit zu haben mir eine normale Webseite verkleinert anzuschauen, wenn es keine mobile Version gibt. Aber wenn eine ordentliche mobile Version verfügbar ist, würde ich die immer bevorzugen. Denn um mal eben schnell eine aktuelle Info zu finden, wie eine Abfahrtszeit oder ähnliches auf einer normalen Webseite rein- und rauszoomen oder rumscrollen, nervt einfach. Auch wenn man es mit einer Hand machen kann, wie beim DeepFish.

Mal ganz abgesehen davon, daß entweder das Laden auch viel länger dauert, weil ja die ganzen normal grossen Graphiken usw. geladen werden. Was ohne UMTS (iPhone) eigentlich nur unerträglich lahm sein kann. Oder es sind Lösungen mit komprimierenden Proxys (Thunderhawk, DeepFish) die nur relativ wenige Daten ans Handy schicken, aber dafür mit manchen Seiten noch Probleme haben (z.B. bei AJAX).



Ich denke Windows Vista und Desktop-Nachfolgeversionen mit diesem Gerüst werden vor allem wegen anfangs im Kernel undurchdachter Programmierung nicht wirklich mit Windows CE konkurrieren können und daher als Dauer-Online-Lösungen nicht mit PDA-Phones zu vergleichen sein, weil der Standbyverbrauch viel zu hoch für z.B. Ständige Synchronisation oder Gesprächsbereitschaft ist.
Linux und Mac OS ab Version X (iPhone) ist da vom Kern her wohl um einiges effizenter aufgebaut und hätten mit durchdachter Softwarepolitik sicherlich bessere Chancen den Internet-PDA weiter zu etablieren.
Würd ich nicht unbedingt drauf wetten. Vista soll im Kern ja einige größere Änderungen haben... Und der Kernel ist ja auch nicht alles - die Hardware und deren Treiber dürfte einiges mehr ausmachen.
Ja, wahrscheinlich 95%. :)

@auktionadmin
Wie kommst Du eigentlich darauf, der Vista bzw. NT-Kern wäre anfangs "undurchdacht"? Kann es sein, daß Du den NT-Kern mit Win95/98/Me verwechselst, der keinen CPU-Idle benutzt hat?

Denn gerade nun der NT-Kern war ja alles andere als undurchdacht, sondern er wurde neu am Reißbrett entworfen. Er war, als modulares System mit Microkernel, von Anfang an von der Architektur her moderner als der monolithische Linux-Kernel, der eigentlich noch auf dem Stand des klassischen Unix-Kerns der 70iger ist.

Was Nach- und Vorteile hat, über die sich schon ganze Generationen gestritten haben. Die Microkernel-Systeme haben ja auch ihre völlige Reinheit schon lange verloren. Aber auch Mac OS X mit dem Mach-Kernel ähnelt von der Architektur her viel eher NT als Linux. Von daher sehe ich nicht, wieso man dem NT-Kern bescheinigen könnte, er wäre weniger für mobile Geräte geeignet. Zumal es mit NT- und WinXP-Embedded schon lange eine Alternative zu Windows CE als Produkt gibt.

Was kurze Standby-Zeiten angeht, so liegt das im Wesentlichen an der x86-Architektur mit ihren stromfressenden Prozessoren. Im iPhone wird sicherlich auch kein x86-Prozessor laufen. Auch in Linux-PDAs läuft kein x86. Der NT-Kern selber läuft übrigens auch nicht nur auf x86 / x64 / i64 Prozessoren, sondern auch auf vielen anderen. Nur wird das als Produkt von MS nicht mehr angeboten, was m.E. ein Fehler ist.


Außerdem hätte gerade Linux mit seinen vielen konkurrierenden Oberflächen, Paketmanagern, etc. beim Benutzer erstmal Schwierigkeiten. Der ist doch schon mit "Smartphone Standard" vs. "Smartphone Professional" überfordert - da kann keiner erwarten, bei pocketlinuxland.de ;) erstmal ein Formular mit verwendetem Gerät, verwendeter Distribution, verwendetem Windowmanager, ... auszufüllen. ;)
Und die Hoffnung, dass sich die Hersteller auf eine Lösung einigen, darf man wohl getrost als utopisch ansehen... Außer wenn die nächste PalmOS-Version auf Linux-Basis komplett Open Source wird und ein Wunder geschieht...
Wobei ich das begrüssen würde. Sonst haben wir neben Symbian und Windows Mobile bald nichts mehr.

Palminator
15.04.2007, 18:35:08
Hoffen wir mal gemeinsam weiter, das uns auch noch ein wiederbelebtes PalmOS erhalten bleibt! Konkurenz belebt nun mal das Geschäft und treibt die Entwicklung voran - auch die von WM!

tw
15.04.2007, 18:52:36
Wobei Palm zu lange geschlafen hat. Wahrscheinlich ist der Zug abgefahren.

Palminator
15.04.2007, 18:54:54
Zumindest Verhalten des Managements von Palm (so wie damals das Marketing von OS2) als schlechtes Beispiel für die Lehrbücher zu gebrauchen.
Ansonsten sehe ich auch kaum noch Hoffnung für eine echte Wiederbelebung.

tw
15.04.2007, 19:23:14
Wobei die letzten Meldungen ja besagen, daß man bei Palm wieder Zugriff auf PalmOS hat (dessen Rechte seit 2005 bei Access liegen) und man offensichtlich Cobalt, daß seit 3 Jahren angekündigt wird, nicht mehr verfolgt und anstatt dessen auf einen Linux-Kern setzen will. Trotzdem sollen PalmOS 5-Anwendungen laufen. Also von daher schreibe ich sie noch nicht ganz ab.

katritz
15.04.2007, 21:19:37
Ich geb die Hoffnung auch noch nicht auf. Allein dieser simple Aufbau der Anwendungen (1 Programm = 1 PRC als ausführende Datei + 1-x PDB's als Datenbanken) - einfach herrlich. Keine Registry-Schreiberei, kaum unvollständige Deinstallationen möglich und dann auch noch speicherplatzsparend. Eigentlich hätten sich da Andere mal ein Beispiel nehmen sollen.