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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Routingproblem unter Win2k



Mick81
29.03.2004, 23:19:52
Ich habe ein kleines Heimnetzwerk. 1 Rechner mit Win2k Server und ein Rechner mit Win2k Prof. Am Server hängt das DSL-Modem. Im Server selber stecken 2 Netzwerkkarten. Die erste, über die das DSL läuft, bekommt ihre IP automatisch zugewiesen. Der zweiten Karte habe ich die IP 192.168.1.1 zugewiesen. Diese ist mit meinem Client-PC verbunden (IP: 192.168.1.2, Netzmaske 255.255.255.0, Gateway 192.168.1.1)
Von meinem Server aus, habe ich Zugriff ins Internet. Mit dem Client-PC kann ich alles in meinem Netzwerk anpingen, sogar meine vom ISP zugewiesene IP. Aber nach "draußen" komme ich nciht vom Client.

Kann mir jemand erklären, wie ich die Route korrekt einrichte?

stefans2s
30.03.2004, 16:16:33
Hallo Mick81,

Start-->Programme-->Zubehör-->Eingabeaufforderung
route /h


...und eine sog. "default" route aufs "dsl-eth" legen.
Das löst natürlich dein Problem nur temporär da du ja bei einer erneuten "DSL-Einwahl" mit einer anderen IP-Adresse rechnen mußt.
Also mußt Du nach "Software Router" für w2k suchen damit Du diesen Proreß
automatisieren kannst...da kann ich dir aber keinen Tipp geben; nicht im
Traum würde ich auf die Idee kommen zu Hause mit w2k-server zu arbeiten
und das ding dann auch noch als Router einzusetzen. Mein Tipp: ein externer DSL-Router...


Gruß

Retz
01.04.2004, 14:31:36
Hallo Mick81,

Du hast kein Routing-Problem, denn Dein 2k-Server kann ja im Internet alles erreichen.
Dein Problem ist, dass Deine 192.168.1.x Adresse im Internet nicht geroutet wird, da sie für private Netzwerke reserviert ist. Bei einer DSL-"Anwahl" bekommst Du üblicherweise von Deinem Provider eine offizielle (d.h. im Internet geroutete) Adresse zugewiesen, aber eben nur eine.
Eine Lösung könnte sein, dass Du auf Deinem 2k-Server PAT (Port Address Translation) machst. PAT schreibt die Absenderadresse und die Absenderports Deiner Datenpakete um. Als Absenderadresse würde in Deinem Fall die offizielle vom Provider zugewiesene IP-Adresse eingetragen. Um PAT zu machen, müsstest Du Dir geeignete Software zulegen (welche, kann ich Dir nicht sagen, da ich wie stefans2s Windows für so etwas nicht einsetzen würde).
stefans2s Vorschlag, Dir einen DSL-Router zu besorgen, ist wahrscheinlich die beste Möglichkeit. DSL-Router haben nämlich üblicherweise NAT/PAT integriert.

Würdest Du Deinen 2k-Server durch Linux ersetzen, könntest Du mit Linux PAT machen; bei Linux heisst das Masquerading.

Gruss, Retz

stefans2s
01.04.2004, 22:29:22
@Retz

...bringst du da nicht was durcheinander ?
NAT sorgt einzig und allein dafür das sich das "DSL" Interface merkt von welchem Rechner aus dem privaten Netz eine Paket anfrage übers das DSL Interface ins "WWW"
um die Antwort Pakete wieder genau an den Rechner im privaten Netz zurück zu senden nachdem sie beim DSL Interface angekommen sind; ohne richtig gesetzte Routen funktioniert das aber nicht NAT hin NAT her....
Und das er mit seinem Server ins "WWW" kommt kann z.Bsp. einfach daran liegen das der Server diue Netzwerkkarte mit der DSL Verbindung als primäre Interface betrachtet.
Wenn es andersrum wäre müßte er zumindest ruidimentäre Antrfagen von Rechner2 ins WWW beantwortet bekommen; dafür braucht es kein NAT.


Gruß

Mick81
02.04.2004, 22:33:26
Hab das Prob gelöst:

Mein Fehler war, anzunehmen, dass Windows meine DFÜ-Verbindung über den RAS und Routingdienst routen kann.
Das geht leider nicht. Man muss im RAS- und Routingdienst die Verbindung ins Inet herstellen, über eine "Wählen bei Bedarf"-Verbindung. Diese kann dann auch geroutet werden.

Retz
04.04.2004, 21:08:17
@stefans2s: ich glaube nicht, dass ich da was durcheinander werfe.
NAT bzw. PAT wird unter anderem dafür benutzt, um mit "privaten" Netzwerkadressen (diese sind aus den Bereichen 10.0.0.0-10.255.255.255, 172.16.0.0-172.31.255.255 und 192.168.0.0-192.168.255.255) trotzdem Server im Internet erreichen können. Dazu wird bei NAT/PAT die Absenderadresse (bei PAT zusätzlich der Absenderport) umgeschrieben. Wird dies nicht gemacht, so wird kein Server im Internet mit Adressen aus oben angeführten Bereichen kommunizieren!

Ohne NAT/PAT bekommen auch rudimentäre Anfragen (was soll das überhaupt sein?) ins Internet keine Antwortpakete.

Der Server kommuniziert natürlich mit dem Internet über die Karte, die mit dem DSL-Modem verbunden ist. Diese bekommt eine öffentliche IP-Adresse zugewiesen und kann daher mit Servern im Internet kommunizieren.

Du hast natürlich Recht, wenn Du sagst, dass ohne korrekte Routingeinträge NAT und PAT nicht funktioniert.

@Mick81: prima, viel Spass beim Surfen ...

Gruss,
Retz

Jaegerschnitzel
10.04.2004, 20:31:11
Und dann gabs da ja noch das 'Internet Connection Sharing'...

Geht allerdings nur bei fester IP-Adresse des Adapters, der die I-Net-Verbindung herstellt...

Mick81
10.04.2004, 22:44:48
Und dann gabs da ja noch das 'Internet Connection Sharing'...

Geht allerdings nur bei fester IP-Adresse des Adapters, der die I-Net-Verbindung herstellt...

Des hat leider net funktioniert, vielleicht weil ich mit dem BT-Netzwerk 2 Netze habe und in beiden Internetzugriff haben will.