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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Navigon 5 ungenaue Karten?



stna1981
02.06.2006, 16:36:36
Hi Leute.

Habe gestern mal Navigon 5 getestet, als ich zur Arbeit gefahren bin. Dabei ist mir aufgefallen, dass es einige Unstimmigkeiten gegeben hat, z. B. einmal sollte ich die 3. Abfahrt im Kreisverkehr nehmen, obwohl es die 4. war. Die erste war auf der Karte gar nicht vermerkt...

Ist das "normal", d. h. bei allen Herstellern, ist das ein Problem der Navigonkarten oder woran fehlts hier?

Palminator
02.06.2006, 18:01:43
Allgemein gesagt wird es bei allen Programmen Abweichungen zur Realität geben. Nur ob diese immer an der selben Stelle liegen ist die Frage. Schließlich gibt es mehrere Anbieter für das Kartenmaterial.

donnte
02.06.2006, 18:20:58
Habe Falk,Navigon und Tomtom getestet!
Keines von den Navigationsprogrammen b.z.w. ihre Karten waren zu 100% genau!
Fahre selber jetzt mit Tomtom und die paar Unstimmigkeiten nimmt man halt im Kauf!

stna1981
02.06.2006, 19:42:55
Beim Vergleichstest auf pocketnavigation.de hat Destinator PN am besten bei den Karten abgeschnitten, dafür war das Routing net so doll... mal sehen was der Test der neuen Version 6 bringt!

CityHunter
02.06.2006, 23:21:20
Die Karten, die man kaufen kann, egal welches Navisystem und egal, was auf den CDs/DVDs steht, sind immer schon alt. Es gibt auch immer noch viele Dinge, die bei keinem der Kartenhersteller aufgenommen sind und bis man Änderungen im eigenen Navi sieht, kann es auch 2 Jahre dauern.

Am besten Änderungen immer an den jeweiligen Kartenhersteller melden, damit auch mal geändert wird. Wenn immer nur alle sagen, da ist ein Fehler, aber niemand meldet das, dann wird der eventuell auch nicht geändert. Die Hersteller der Karten (Navteq, TeleAtlas) bieten dafür extra Formulare auf den Webseiten an, um solche Fehler berichten zu können.

donnte
03.06.2006, 00:02:58
Die Karten, die man kaufen kann, egal welches Navisystem und egal, was auf den CDs/DVDs steht, sind immer schon alt. Es gibt auch immer noch viele Dinge, die bei keinem der Kartenhersteller aufgenommen sind und bis man Änderungen im eigenen Navi sieht, kann es auch 2 Jahre dauern.

Am besten Änderungen immer an den jeweiligen Kartenhersteller melden, damit auch mal geändert wird. Wenn immer nur alle sagen, da ist ein Fehler, aber niemand meldet das, dann wird der eventuell auch nicht geändert. Die Hersteller der Karten (Navteq, TeleAtlas) bieten dafür extra Formulare auf den Webseiten an, um solche Fehler berichten zu können.

@City alter Hamburger - jetzt nur kurz ,morgen ausführlicher,komme gerade von einer Feier,deine Aussagen überraschen mich!
Du bist der Profi,ich der Amateur aber trotzdem sehe ich,zwecks deiner Aussage, nicht ganz durch!
Wie gesagt,morgen meine Fragen,jetzt erstmal in die Heia wegen Promilleabbau!
Gute Nacht City & Hamburg und der Rest der PPC-Family!

CityHunter
03.06.2006, 03:37:27
Also nochmal etwas genauer:

Es gibt im Prinzip eigentlich nur zwei große Kartenhersteller. Navteq und TeleAtlas. Des Weiteren einige kleine, die meist nur einzelne Länder anbieten.

Die Karten werden nach wie vor so aufgenommen, dass die mit PKWs rum fahren und dabei mittels GPS Empfängern und speziellen Geräten die Daten tracken und speichern. Pro Straße werden dabei meist über 100 Attribute aufgenommen. Neben den eigentlichen Straßendaten auch Fahrspuren, Hausnummern, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Maximale Belastung, Breite, Durchfahrtshöhe, etc. Das kostet natürlich schonmal einiges an Zeit. Dann müssen diese Daten weiter verarbeitet werden, zu den Kartenrohmaterialien. Auch dies kostet natürlich Zeit.
Danach bekommt der Navigationssystemhersteller einen Kartenstand mit Rohmaterial, welches jeder Hersteller individuell aufbereitet und bearbeitet und natürlich auch umfassend testen muss. Insgesamt geht so weit mehr als ein Jahr ins Land, bis ein neues Kartenrelease beim Kunden ankommt. Also sind die Karten, die man kaufen kann, auch wenn ein aktuelles Datum drauf steht, schon veraltet.
Leider kann man nicht einfach Fotos von Satelliten aus schießen und darauf Navigationskarten machen. Das wird sicher noch ein paar Jahre dauern. Und bis das so weit ist, werden wir weiter mit alten Karten fahren und die Kartenhersteller müssen mit PKWs herum fahren und die Daten aufzeichnen und dies weiter verarbeiten.

donnte
03.06.2006, 12:21:22
Moin,moin City!

Was ich noch sagen wollte,oder besser was mich an deiner gestrigen Aussage irritierte ist, dass du vorschlägst jeder sollte Änderungen melden!
So gut finde ich den Gedanken nicht weil: manche Änderungen,speziell jetzt hier in Rostock, werden nach ein paar Wochen b.z.w. Monaten wieder rückgängig gemacht, weil den Herren Stadtvätern dann einfällt ,dass die Einbahnstrasse oder auch andere Sachen doch nicht das gelbe vom Ei sind! Heilloses durcheinander wäre die Folge!
Ich denke mir,dass Änderungen von Städten und Kommunen an die Kartenhersteller bereitgestellt werden müssten!
Wann eine Umgehungsstrasse fertiggestellt ist,dass eine Änderung des Strassenverlauf's nur dann gemeldet wird wenn es auch 100%-ig
ist,dass grosse Bauvorhaben, wie z.B. die A20, jetzt schon vollständig auf den Karten ist! Denn die Jungs planen das seit Jahren und die Trassenführung steht fest!
Und das letzte Argrument,dass nicht jeder Otto Normalverbraucher Änderungen melden sollte ,ist doch, dass es zu viele "Witzbolde" gibt die dann falsche Informationen senden um für ein bischen Verkehrschaos zu sorgen!
Meine Meinung: 100%-ig genaue Karten wird es wohl nie geben!
Ausserdem haben wir im Normalfall 2 Augen :auge: :auge: und ein paar Gehirnwindungen,um nachzudenken wenn etwas mal mit der Technik nicht hinhaut!
Denn vor Navigationssoftware und GPS sind wir doch auch, mit ein bischen mehr Aufwand, dahin gekommen wo wir wollten!

Gruss nach Hamburg!
Und jetzt seit ihr dran!

Palminator
03.06.2006, 14:41:53
...
Ich denke mir,dass Änderungen von Städten und Kommunen an die Kartenhersteller bereitgestellt werden müssten!
...


Warum sollten die das tun, wenn sie ihre eigentliche Aufgabe (Service am Bürger) nicht ordentlich hinbekommen? :motz:

SmallTownMan
03.06.2006, 15:54:25
... Ich denke mir,dass Änderungen von Städten und Kommunen an die Kartenhersteller bereitgestellt werden müssten!
...

Hm, das würde nicht wirklich helfen, da formal die Städte nur mit den offiziellen Daten der Katasterämter arbeiten dürfen. Es aber Fristen gibt, bis zu denen Änderungen den Katasterämtern gemeldet werden müssen und die dann die offiziellen Kartenstände auch nur vierteljährlich rausgeben. So können bis zu 2 Jahre ins Land gehen bis die Änderungen offiziell sind.
Deshalb führen die meisten Städte und Gemeinden Schattenakten über Änderungen ihrer eigenen Daten, bis die offiziellen Meldungen der Katasterämter wieder vorliegen. Dies betrifft aber nur die kleineren Strassen. Land- und Bundesstrassen durch Stadtgebiet fallen in andere Zuständigkeiten ...
D.h. die Städte habe über ihre eigenen Strassen zwar aktuelles Material, das aber nicht offiziell ist. Und bis sie es offiziell verwenden dürfen, können zwei Jahre vergehen und dann ist es schon wieder veraltet ...
In einigen Städten wird für bestimmte Bauvorhaben sogar mal bei den Stadtwerken nachgefragt, weil deren Daten meistens wesentlich genauer sind. Es macht halt schon einen Unterschied ob eine Gasleitung 1m weiter rechts oder links ins Haus geführt wird (z.B. bei einem Leck o.ä.), aber bei einer Abwasserleitung interessiert das nicht wirklich, da wird schon mal der ganze Vorgarten umgegraben ...

donnte
03.06.2006, 21:31:05
Warum sollten die das tun, wenn sie ihre eigentliche Aufgabe (Service am Bürger) nicht ordentlich hinbekommen? :motz:

Es war so gemeint,dass ich wenn ich was zu sagen hätte, und schade das es nicht so ist, es so praktiziert werden würde!;)
Dann hätten wir auch niedrige Benzinpreise,Strassen ohne "endlosschlaglöcher" u.s.w. - u.s.w. !
Was ist also die Schlussfolgerung dieses Beitrages?
donnte for President!:top: :top: :top: :D

skoenig1
23.06.2006, 15:41:35
Hallo alle miteinander...

Also ich finde das mit der Melderei ein wenig "Naja"...

Ich bin der Meinung, dass eine Software bzw. Kartenmaterial für um die 100 - 150 Euro von den Leuten aktuell gehalten werden sollte, die es anbieten.

Zugegeben Navteq und Teleatlas machen das auch, aber wenn dann ein Benutzer eine Stelle meldet die fehlt oder nicht stimmt hat er ja keinen Vorteil. Erstens kennt er die Stelle ja, denn sonst könnte er es nicht melden, dass da was nicht stimmt und zweitens erhält er nach der Meldung nur den Hinweis, dass er sich nach dem Update ja die aktualisierte Version KAUFEN???!!!! kann.

Ich finde da wäre ein Bonussystem angebracht, für Leute (Anwender) die sich seriös die Arbeit machen um solche Lücken zu melden.

Also ich weiss nicht wie's euch geht, aber bei mir kommt da der Beigeschmack des Betatesters hoch, nur dass ein Betatester wenigsten gratis zur Software kommt (z.B. Windows Vista)... Aber insgesamt gebe ich Cityhunter und den anderen Recht, dass es keine 100%ig korrekte Kartenabdeckung gibt...

Grüsse Steven